Wie richtet man einen Hauswirtschaftsraum ein?

Nolte-HWR-Manhattan-Quarzgrau Wie richtet man einen Hauswirtschaftsraum ein?

Bei der Küchenplanung dreht sich fast alles um Fronten, Arbeitsplatten und Geräte. Der Raum nebenan entscheidet aber mit darüber, wie aufgeräumt Ihre Küche wirkt. Wie richtet man einen Hauswirtschaftsraum ein? In diesem Blogbeitrag von Küchen Fahn erfahren Sie, welche Aufgaben der Raum übernimmt, wie Sie ihn sinnvoll aufteilen und welche Ausstattung sich bewährt hat.

Ein Nebenraum mit vielen Talenten

Der Hauswirtschaftsraum wird auch als HWR abgekürzt. Dieser Nebenraum bündelt Tätigkeiten, die in der Küche nur stören würden. Hier lagern Vorräte und Getränke, hier laufen Waschmaschine und Trockner, hier finden Staubsauger, Bügelbrett und Putzmittel ihren festen Platz. Die Küche bleibt dadurch frei für das Kochen. Wichtiger als die reine Quadratmeterzahl ist die Aufteilung: Ein gut geplanter Raum mit vier Quadratmetern leistet mehr als eine doppelt so große Kammer, in der alles kreuz und quer steht. Selbst eine Nische im Flur lässt sich mit maßgenauen Schränken zu einem vollwertigen HWR ausbauen.

Stauraum bis unter die Decke planen

Beim Stauraum zeigt der Raum seine größte Stärke. Hochschränke, die die volle Raumhöhe ausnutzen, verwandeln jede Wand in Lagerfläche für Konserven, Nudeln, Getränkekisten und Haushaltsgeräte. Schwere Kisten gehören in die unteren Fächer, leichte und selten gebrauchte Dinge nach oben. Auszüge mit Vollauszug und Apothekerschränke machen auch die hinteren Reihen zugänglich, verstellbare Böden wachsen mit dem Vorrat mit. Eine klare Zuordnung erleichtert die Orientierung: Lebensmittel in den einen Schrank, Reinigungsmittel in den anderen, Textilien in den dritten. So greifen Sie ohne Suchen zum richtigen Fach.

Waschen, Trocknen und Bügeln an einem Ort

Seine zweite Aufgabe erfüllt der HWR als Waschküche. Waschmaschine und Trockner stehen nebeneinander unter einer durchgehenden Arbeitsplatte oder als Säule übereinander, die nur die halbe Stellfläche belegt. Ein Podest mit Auszug bringt die Trommel auf eine bequeme Höhe und schont beim Beladen den Rücken. Auf der Arbeitsplatte legen Sie frische Wäsche zusammen, im Auszug darunter sortieren getrennte Körbe helle und dunkle Textilien. Ein klappbares Bügelbrett verschwindet nach dem Einsatz wieder hinter der Front, ausziehbare Stangen nehmen feuchte Kleidung auf. Alle Arbeitsschritte finden so auf kurzen Wegen statt.

Anschlüsse, Raumklima und Beleuchtung

Die Technik entscheidet früh, wie gut der Raum später funktioniert. Wasserzulauf, Abfluss und ausreichend Steckdosen gehören deshalb von Anfang an in die Planung, denn nachträglich gestemmte Leitungen kosten Geld und Nerven. Planen Sie außerdem mehr Steckdosen ein, als Sie zunächst vermuten, denn Staubsauger, Bügeleisen und Ladegeräte brauchen mehrere Anschlüsse gleichzeitig. Eine zweite Spüle für Eimer und Lappen hält groben Schmutz aus der Küche heraus. Waschmaschine und Trockner geben Feuchtigkeit an die Luft ab, deshalb braucht der Raum ein Fenster oder eine verlässliche Lüftung, sonst droht Schimmel. Kühle Temperaturen zwischen sechzehn und achtzehn Grad verlängern die Haltbarkeit vieler Vorräte. Eine helle Deckenleuchte und LED-Bänder an der Arbeitszone machen jedes Regalfach auf einen Blick erkennbar.

Gestaltung passend zur Küche

Ein Hauswirtschaftsraum darf gut aussehen. Die Hersteller aus unserem Sortiment fertigen die Schränke für den Nebenraum in denselben Programmen wie die Küchenmöbel, sodass Fronten, Griffe und Farben exakt zur Einbauküche passen. Robuste, abwischbare Oberflächen sind hier die richtige Wahl, denn im HWR fällt mehr Schmutz an als im Rest der Wohnung. Ein wasserfester Boden aus Fliesen oder Vinyl verträgt nasse Eimer und tropfende Wäsche klaglos. So wirkt der Raum bei offener Tür wie aus einem Guss mit Ihrer Küche.

Nachrüsten in Haus und Wohnung

Die besten Chancen auf einen eigenen HWR haben Sie beim Neubau oder bei einer größeren Renovierung, denn dann lassen sich Wände und Anschlüsse noch frei planen. Ein fehlender Nebenraum ist danach trotzdem kein Hindernis. Im Bestand entsteht ein HWR häufig durch eine leichte Trennwand, die einen großzügigen Flur oder eine tiefe Abstellkammer neben der Küche abteilt. Der Aufwand hängt weniger von der Wand ab als von den Leitungen: Ein Standort direkt an der Küche verkürzt die Wege für Wasser und Abwasser und hält die Kosten im Rahmen. Die kurze Verbindung zahlt sich zusätzlich jeden Tag aus, weil Sie Vorräte und Getränke ohne Umweg holen und schmutziges Geschirr oder nasse Wäsche nicht durch die halbe Wohnung tragen. In Mietwohnungen übernimmt zur Not ein einzelner Hochschrank mit Wäschesortierer und Vorratsauszügen einen Teil der Aufgaben. Sprechen Sie die Idee früh mit Ihrem Küchenplaner durch, dann lassen sich Anschlüsse und Schrankmaße von Beginn an aufeinander abstimmen.

Hauswirtschaftsraum einrichten: unser Fazit

Ein durchdacht geplanter HWR entlastet die Küche, schafft Lagerfläche und gibt der Wäsche einen festen Ort. Die Fläche dafür ist in vielen Wohnungen und Häusern vorhanden, sie muss nur klug genutzt werden. Sie möchten Ihren eigenen Hauswirtschaftsraum einrichten und direkt mit der neuen Küche kombinieren? Küchen Fahn in Hürth nimmt Ihre Räume dafür vor Ort per Laser-Aufmaß millimetergenau auf, sodass jeder Schrank exakt passt. Den Aufbau übernimmt anschließend unser hauseigenes Montageteam mit der Sorgfalt, die Sie von einem Fachstudio erwarten dürfen. Vereinbaren Sie jetzt einen unverbindlichen Beratungstermin, wir freuen uns auf Ihr Projekt.